Monday, May 4, 2009

Sand im Garten - Spielgelegenheiten für Kinder

Seit einem Jahr wird ein Teil meines Gartens neu angelegt. Ich habe mir viel vorgenommen und wer weis, wie lange es noch dauert. Es eilt auch nicht, denn sonst würde mein Garten ja Stress bedeuten und mein Garten hat die Funktion den Stress abzubauen. Deshalb sehen einzelne Bereiche natürlich auch nicht so aus, wie ich es gern hätte. Ein besonderes Highlight ist ein einfacher Sandhaufen, vom LKW abgeladen. Auf dem ersten Foto sieht man diesen Haufen. Die Kinder sind wahrlich begeistert.
Er liegt dort seit einem Jahr, bzw. ich verbrauche ihn und lasse dann neuen Sand kommen. Dieser Haufen z.B. war erst doppelt so hoch und er wurde dann ´´heruntergespielt´´.
So ein Sandhaufen ist auch tausendmal schöner als die kleinen einfachen gekauften Sandkästen aus dem Baumarkt. Man kann ja viele tiefer graben, höher bauen und richtig herumferkeln.
Wasser zum spielen erlaube ich nur ab und zu und wenn es warm genug ist. Das ist wirklich dann immer eine riesige Freude.
Wenn Sie mal einen Sandhaufen haben, gönnen Sie den Kindern die Freude darin zu spielen, auch wenn es leichte Verluste gibt und man hinterher große Wäsche hat. Ich denke, für die Kreativität der Kinder ist das nur nützlich.

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Tulpenblüte: Schnell noch einmal im Garten ansehen, bevor sie verblüht sind.

Noch blühen sie, die Tulpen. Sie sind einfach zu schön und ich habe deshalb auch im letzten Jahr wieder einige Tulpen neu gekauft und gepflanzt. Kaufen kann man Tulpen ja überall in den Gärtnereien und Baumärkten und auch in den Supermärkten. Es müssen auch nicht die teueren Zucht-Arten sein. Schon die einfachen gelben und roten Tulpen sind wunderschön und geben dem Garten Farbtupfer im April und Mai.

Bald ist es schon wieder vorbei, denn die Temperaturen sind dieses Jahr besonders hoch. Bei Temperaturen um die 18 -25 Grad, wie wir sie Ende April hatten, halten sich die Tulpen nur ein paar wenige Tage.

Man kann die Tulpenbeete übrigens gut mit Rindenmulch vor Unkraut schützen (siehe das 3. Foto). Leider mögen das die kleinen Frühlingsblüher nicht so gern.


In Deutschland soll es der wärmste April seit den Aufzeichnungen gewesen sein. Eigentlich war es schon wie im Sommer, ist mir so aufgefallen. Die Temperaturen weltweit steigen immer weiter an. Für unsere Gärten bedeutet das vermutlich nicht so viel. Es heißt dann einfach, dass im Sommer deutlich mehr und öfter bewässert werden muss.
Für Alaska heißt das sicher, dass man dort auch den Garten viel mehr nutzen kann und so einige neue Arten im Garten gepflanzt werden können. Einer der Leser dieses Blogs hat ja einen Garten in Alaska, vielleicht liest er diese Anmerkung.

Für die Artenvielfalt weltweit ist das mehr als ein Katastrophe. Wie schlimm es ist, kann man gar nicht genug betonen. So wie es aussieht wird die Völkergemeinschaft daran nichts ändern.



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Friday, May 1, 2009

Sumpfdotterblumen im konkurrenzfreien Lebensraum

Zur Zeit blüht auch die gelbe Sumpfdotterblume. Man kann Sie überall in Gartencentern kaufen. Mein voriger Artikel beschäftigte sich mit Konkurrenz von Wasserpflanzen untereinander ( http://garten-anders.blogspot.com/2009/05/konkurrenz-im-gartenteich.html ).
Aus meinen gelernten Erfahrungen habe ich diese Sumpfdotterblume gleich in ein eigenes Gefäß gepflanzt. Es ist nicht mal besonders groß und fasst nur so etwa 4-5 Liter. Auch mit so geringen Volumen an Erde gibt sich die Planze leicht zufrieden, aber eben die Konkurrenz zu den anderen Wasserpflanzen in kleinen Becken oder Teichen, die verträgt sie nicht.

Was für Behälter man zum Bepflanzen nimmt, ist gar nicht so wichtig. Es kann ganz einfach ein Eimer sein, denn in der Erde sieht man ihn ja nicht. Gute Erfahrungen habe ich mit den günstigen und überall erhältlichen Baueimern gemacht. Sie sind außerordentlich stabil und auch die Winter überstehen sie problemlos. Für meine Sumpfdotterblume habe ich einfach einen Metallbehälter von unserer alten Heizung genommen. Rost macht den Pflanzen nichts aus, das ist jedenfall meine bisherige Erfahrung mit den Wasserpflanzen, die ich ausprobiert habe.

Diese Pflanze wächst bei mir schon 3 Jahre und wie man sieht geht es ihr prächtig.

Was mir noch nicht gelungen ist, ist die Vermehrung. Ich habe ja immer gern mindestens zwei Pflanzen, falls mal eine Pflanze eingehen sollte. Teilen möchte ich die Sumpfdotterblume nicht, weil sie nicht besonders buschig ist und ich dachte mir, ich würde zu viele Wurzeln zerstören, außerdem ist die Pflanze sehr brüchig in den Stielen. Diese Sumpfdotterblume hat jedes Jahr viele Samen. Die Samen haben sich aber bisher nicht selbst ausgesät. Vielleicht sollte ich dieses Jahr einmal Samen abnehmen und diese aussähen. Hat jemand Erfahrung damit? Ich frage mich, wie feucht das Substrat sein muss, oder muss man es evtl. sogar unter Wasser tun? Wahrscheinlich schaffe ich es aber wieder nicht den Versuch zu starten. Es gibt einfach so viel zu tun und so viele Anregungen, dass man sich auf einzelne Dinge beschränken muss, die einem Gefallen und dann noch die vielen Dinge tun muss, die man eben als Gärtner tun muss. Wenn die eigenen Ansprüche nur nicht wären.


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Thursday, April 30, 2009

Konkurrenz im Gartenteich

Wenn man verschiedene Arten in einen Gartenteich pflanzt ist die Konkurrenz der Arten untereinander sehr groß. Sofern man die Pflanzen nicht in einzelnen Kübeln im Wasser setzt oder die Lebensbedingungen in den Uferzonen durch sehr schlechtes Substrat einschränkt, haben Wasserpflanzen die Eigenschaft, immer die anderen Arten zu unterdrücken.



Auf dem sehr schönen Foto sieht man eine Sumpfcalla im Sonnenlicht, die eigentlich in den Randbereich links oben gepflanzt worden ist. Dort ist sie aber durch den wilden Wuchs einer anderen Wasserpflanze völlig verdrängt worden.

Die Sumpfcalla sucht ihren Lebensraum jetzt auf der freien Wasserfläche und dort scheint sie sich sehr wohl zu fühlen. Nur noch als Verankerung dient der Randbereich. Die Sumpfcalla ist gerade dabei eine Blüte auszubilden.

Auf der Wasseroberrfläche schwimmen noch Wasserlinsen, für deren Beseitigung ich kein Mittel gefunden habe. Hat dazu jemand Erfahrungen? Alles was ich ab und zu mache, ist, die Wasserlinsen abzufischen. Das Weiße sind Blütenblätter vom Sauerkirschbaum.

Fazit: Wenn man mehrere Pflanzen im Gartenteich halten will sollte man die Lebensräume der einzelnen Wasserpflanzen gut abschirmen und darauf achten, dass einzelne Pflanzen gelegentlich immer wieder reduziert werden. Viel Spaß im Garten.




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Eigeninitiative bei Kindern / Kinderpielhaus selbst gestrichen

Bei Kindern sollte man immer die Eigeninitiative und die Kreativität fördern. Wenn möglich kombiniert man es mit den immer notwendige Aufgaben, die ein Haushalt und ein Garten so bringen. Vor Jahren habe ich das unten stehende blaue Spielhaus gebaut. Es wird immer noch eifrig genutzt. Nutzung bedeuted aber auch Abnutzung. Alter bedeuted auch Vergang. Wenn man das Foto vergrößert sieht man, was alles getan werden muss.


Mein Sohn (gerade 10 geworden) meinte von sich aus, dass das Haus neue Farbe benötige. Ich konnte ihm nur zustimmen. Ich hatte keine Zeit gehabt mich darum zu kümmern, beziehungsweise mir fiel immer etwas besseres ein, was ich tun muss und tun kann. Ich hatte immer nettere Aufgaben. Also habe ich ihm kurz gezeigt, wo unser Farbenvorrat ist und die Pinsel hat er selbst gefunden.

Auf dem großen Foto ist das Resultat. Zu sehen ist die Vorderseite. Ich bin davon sehr überrascht, und das aus verschiedenen Gründen:

- Er hat es geschafft die ganze Vorderseite vollständig zu streichen

- Er hat die fehlenden Holzteile ausgesägt und neu genagelt. Lockere Bretter hat er festgenagelt. Einfach Klasse, davon hatten wir gar nicht gesprochen

- Er hat eine nicht so schöne Farbe genommen (passt nicht zum Gartendesign). Aber dass muss man einfach bei der Leistung übersehen

- Er hat sich ältere Kleidung angezogen, wie vorher gewünscht. Die kann man jetzt aber auch wegwerfen

- Die Pinsel kann man auch wegwerfen. Sie sind eingetrocknet. Aber eigentlich überrascht es mich doch nicht.

Also insgesamt freue ich mich über das Resultat sehr. Vielleicht freut sich jemand mit. Vor dem Spielhaus sieht man noch die Reste, die von der Farbschlacht übrig geblieben sind. Er selbst hat seinen Freund zum mithelfen mitgenommen. Seine Mutter war nicht so begeistert davon, dass die Schulhose jetzt nur noch als Spielhose genutzt werden kann.











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Primula veris und Staudenprimeln / Geheimnisse der Kultivierung / Zupfbeete


Primeln in allen möglichen Farben zeigen diese Fotos. Auf dem mittleren Foto sind es die Staudenprimeln, die seit langem in Gärten kultiviert werden. Es ist schon fast zu bunt. Das obere und das untere Bild zeigen Primula veris. Das ist die Art, die man auch in Wäldern findet.


Primula veris ist bei mir schon fast ein Unkraut. Wenn man die verblühten Blütenstiele stehen lässt, sät sich die Primel aus. Sie wächst bei mir fast überall. Sie ist einfach zu schön um sie zu reduzieren, aber vielleicht ist jetzt das Jahr dazu gekommen. Möchte jemand welche?



Wenn man die reifen Samenstengel abpflückt und sie vorsichtig schüttelt, dann hört man die reifen Samen in der verblühten Blüte.

Mit dem gesamten Blütenstiel kann man dann dorthin gehen, wo man die Pflanze gern hätte und die Samen einfach ausschütteln.

Auch die roten und rosa Primeln säen sich aus. Das geschieht aber nicht ganz so einfach und es sind immer nur wenige Keimlinge, die auflaufen. Dafür braucht man dann ein Auge. Schön dabei ist, das immer wieder neue Farbkombinationen bei den gesäten Staudenprimeln entstehen (nicht bei Primula veris).
Primula veris lässt sich nur von wenigen anderen Primeln besamen. Bei mir sind jetzt Primula veris entstanden, die noch so wie die Mutterpflanze aussehen, aber weitaus größere Blütenblätter haben.

Voraussetzung für jegliches Aussamen von Primeln ist, dass sie ein Zupfbeet haben (das Wort kann eine Wortschöpfung von mir sein) . Zupfbeete werden absolut niemals gehakt. Es wird nur Unkraut gezupft, am besten schon wenn es keimt. Nur dann wächst nur das, was man will. Auf den 3 Fotos z.B. wächst im wesentlichen nur das, was ich will. Die Sorten, die ich gern hätte machen dann ein bißchen was sie wollen. Nur gelgentlich muss ich dann deren Wuchsfreudigkeit einschränken, und das fällt nicht leicht. Dadurch entsteht dann ein Beet, was zwar kontrolliert ist, aber nicht unter vollständiger Planungshoheit des Gärtners steht. Ich denke, dadurch wird es erst schön.

Die Methode des Zupfbeetes sollte aber nur ein wahrer Gärtner anwenden, denn jemand mit Ungeduld ist dabei fehl am Platze. Außerdem muss man es dadurch lernen, dass man es einfach macht: Learning by doing.














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Panaschierter Buchsbaum - selbst erzeugt und selbst vermehrt

Auf dem unten stehenden großen Foto sieht man noch einmal meine schneckenförmiges Beet aus einem anderen Gesichtspunkt (siehe mein voerheriger Beitrag vom heutigen Tag). In der Mitte des Bildes auf der mittleren Terasse sind mehrere ca. 20 cm hohe Buchsbaumpflanzen zu sehen. Es handelt sich um eine besondere Art Buchsbaum, die, wenn sie erst mal größer ist, schnell wächst, große Blätter hat und sehr dekorativ aussieht. Man kann sie als Heckenpflanze benutzen. Diese Pflanzen haben noch eine spezielle Form der Einzigartigkeit:
Vor zirka 10 Jahren habe ich Unkrautvernichtungsmittel auf einen Weg gespritzt, um eben das Unkraut zu beseitigen. Es handelte sich um ein Unkrautvernichtungsmittel, was es nach den heutigen strengeren Vorschriften schon gar nicht mehr gibt. An den Rand dieses Weges hatte ich einen Buchsbaumsteckling einer neu erhaltenen Art gesteckt. Er hatte schon Wurzeln und ich es ist dann passiert, dass auch dieser Steckling mehr oder weniger von diesem Unkrautvernichtungsmittel berührt worden ist.

Die Folge war, dass alle neuen Blätter weißlich-gelb wurden. Sie sind aber nicht abgestorben, sondern sie blieben erhalten, aber eben hellgelb. Die Mutterpflanze hat diese Triebe ernährt, die fast ohne Chlorophyll waren. Die Blätter färbten sich dann zum Jahresende hin um. Dabei war es aber nicht so, dass der Buchsbaum sich vollstängig umgefärbt hätte, das geschah nur partiell.

Teile der Blätter blieben weiß-gelb. Die Fotos 2 und 3 zeigen Details (ein Foto ist leider unscharf, man möge es mir verzeihen). Im Laufe der Jahre werden die Blätter dann noch etwas grüner, aber im Prinzip bleiben sie so.

Ich will damit nicht sagen, ich hätte eine neue Art gezüchtet, der Begriff Art ist doch anders abgegrenzt, aber ich habe in meinem kleinen Gartenparadies doch eine einzigartige Pflanze geschaffen. Diese zufällige Entwicklung freut das Gärtnerherz.

Inzwischen habe ich mehrere kleine Ableger von den Buchsbäumen gezogen, die ich nun an Freunde weitergeben kann. Mir ist es immer wichtig, mehrere Plfanzen zu haben, damit bei Unglücken (wie z.B. versehentliches Abmähen, zertreten, Ballwurf von den Kindern, Wühlmäuse, etc.) ich noch wenigstens eine weitere Pflanze davon habe. Das Vermehren von Buchsbäumen geht ja glücklicherweise ganz einfach über Stecklinge. Nur ordentlich gewässert müssen sie sein.

Auf den zwei kleinen Fotos sind die panaschierten Blätter im Detail zu sehen.







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