Tuesday, March 22, 2011

Gewächshäuser: Auswahlkriterien / Erfahrungsbericht

Fast jeder Gärtner hätte gern ein Gewächshaus. Entweder man hat schon eines, dass nicht den Ansprüchen genügt, oder man beabsichtigt das erste Mal ein Gewächshaus aufzustellen. Ich blicke inzwischen auf 35 Jahre Erfahrung mit unterschiedlichen Gewächshäusern für den Hausgebrauch zurück.
Auf die Alterung der Materialien, die Haltbarkeit und das was praktisch ist, gehe ich weiter unten genauer ein.Es sind doch verchiedene Dinge wichtig.
Das hier ist nun mein gegenwärtiges Gewächshaus. Klein aber fein und mit einigen Gebrauchsspuren. Es ist in der Zwischenzeit mehr als 15 Jahre alt und für das, was es mitmachen musste, hat es sich gut gehalten. Ich bin damit sehr zufrieden. Die Kosten lagen damals um die 350 DM. Damit es stabiler ist, hatte ich ein Aluminium Fundament mit bestellt. Es schlug fast mit 50 % der Kosten für das Haus zu Buche. Hat sich das Fundament gelohnt? Nicht unbedingt. Wenn man ein Betonfundament erstellt ist das doch viel besser. Eine zusätzliches Alu Fundament ist dann nicht erforderlich.
Und das hier ist nun ein völlig neues Gewächshaus, etwas größer und noch nicht einmal fertig. Mein Nachbar hat es vor wenigen Wochen im Internet bestellt und es war außerordentlich günstig. Das Ganze für nur 200 € inklusive Versand. Es ist schon unglaublich, aber die Preise sind nicht gestiegenen. Die Bauweise ist einfach so geblieben, eine Zeichen dafür, dass es doch ziemlich in der Konstruktion ausgereift ist. Die Doppelstegplatten sind praktisch und wärmesolierend für den Nächte. Die Tür und das Fenster sind noch nicht fertig eingebaut. Das Glas beziehungsweise die Plastik Doppelstegplatten wurde erst gestern Abend eingesetzt. Das Haus ist größer als meines. Nun ja, mal sehen ob sich da was machen lässt? Brauche ich auch etwas größeres?

Nun zu den einzelnen Teilen von Gewächshäusern:

Die Doppelstegplatten
Die Doppelstegplatten sind enorm praktisch. Sie sind flexibel und vertragen auch Sturm. Selbst wenn sie herausgeweht werden passiert Ihnen normalerweise nichts und man kann sie hinterher wieder einsetzen. Im Gegensatz dazu sind echte Verglasungen doch etwas schwieriger. Mein erstes Gewächshaus hatte Glasfenster. Und Glas kann nun mal kaputt gehen. Nicht nur das Kinder auch mal mit Steinen und Stöcken werfen, auch Äste können abbrechen und ganz banale Dinge, wie zum Beispiel ein Apfel, der aus 2 m Höhe von einem überhängenden Ast auf das Glas fällt, bringt das Glas zum platzen. Äste werden nun mal länger und man merkt es gar nicht. Genau das ist mir passiert und es war sehr ärgerlich. Wenn man eine einzelne Scheibe beim Glaser bestellt, kostet es doch eine ganze Menge. Ich habe mich gewundert, wie teuer eine einfache dünne Scheibeglas ist im Gegensatz zu einem fertigen Fenster mit Rahmen und Doppelverglasung ist. Da verdient jemand ganz viel.

Doppelstegplatten haben aber auch ihre Nachteile. Sie werden im Lauf der Zeit doch etwas rauh und Algen wachsen sehr darauf. Die Scheiben (Platten) von den Gewächshäusern werden im Verlauf eines Jahres etwas Grün und jedes Frühjahr muss das Gewächshaus einmal mit Seiflaufe abgeschrubt werden. Insbesondere das Dach des Gewächshauses mit seinen Schrägflächen ist betroffen. Man braucht für die Reinigung mit einer Bürste circa 1,5 h. Das sollte am besten im Frühjahr vor dem Aussäen gemacht werden, denn die Pflanzen brauchen viel Licht.

Auf dem Foto sieht man einen Ausschnitt der Dachfläche von dem Gewächshaus. Es ist ganz schön grün. Man muss aber nicht denken, das Glas so viel besser ist. Wenn das Glas so schräg angeordnet ist, wird es auch grün, das ist eigene Erfahrung. Vielleicht nicht ganz so viel wie hier bei den Plexiglasscheiben, aber man muss es auch im Frühjahr reinigen. Das ist kein Argument gegen Doppelstegplatten. Ein Vorteil von Doppelstegplatten ist natürlich die Wärmeisolierung in die kalten Nächten, die im Frühjahr und im Herbst von Bedeutung für das Pflanzenwachstum oder das Überleben von Pflanzen sind. Doppelstegplatten sind also zu bevorzugen, wenigstens aus meiner Sicht.
Was bei Doppelstegplatten nicht so schön ist, ist das sich an den Schnittflächen unten und oben in die Platte sich Algen hineinziehen beziehungsweise ein wenig in die Platte hineinwachsen. Das sind immer ein paar Zentimeter und es sieht, wie das Foto zeigt, nicht ganz so gut aus. Das kann man auch nicht reinigen. Der Drecks sammelt sich einfach in diesem Bereich an, selbst wenn die Algen später absterben geht es nicht weg.
Mich stört das nicht sonderlich. Wenn man allerdings vielGeld für ein teures Gewächshaus ausgibt, sollten die Platten im Randbereich abisoliert sein. Da haben die großen Hersteller mit den teuren Gewächshäusern sicherlich dran gedacht - nehme ich jedenfalls mal an. Zum Vergleich auf dem nächsten Foto nun eine tadellose neue Doppelstegplatte aus dem Gewächshaus von meinem Nachbarn, noch nicht einmal 24 h eingebaut. Aber sie hat eine Nacht im Freien verbracht. Man sieht, warum es zum Algenwachstum kommt. In einem Gewächshaus sind nun mal offener freier Boden und wenn etwas angepflanzt ist, viele grüne Pflanzen, die Feuchtigkeit abgeben. Das schlägt sich auf den Platten nieder und wenn es dann noch sehr schön warm ist, wachsen die Algen prächtig.

Wenn Sie also an einem Gewächshaus interessiert sind richten Sie sich darauf ein, dass sie das Gewächshaus einmal im Jahr richtig abschrubben müssen. Auf dem Foto sieht man jede Menge Kondenswasser einer Nacht. Das Wasser kann innen sein oder je nach denen Temperaturverhältnissen auch außen. Entsprechend wachsen die Algen innen und außen, vorwiegend aber außen auf den Dachflächen und an den Wänden.

Die Dachrinne
Die Dachrinne ist bei Gewächshäusern meistens ziemlich klein. Sie hat aber auch nicht viel Funktion. Ob sie nun da ist oder nicht ist bei so kleinflächigen Gewächshäusern nicht sonderlich von Bedeutung. Die Wassermenge, die sich von einem kleinen Dach sammelt ist auch gering, so dass sich kaum eine Regentonne lohnt. Was aber so eine kleine Dachrinne kann, ist Dreck einsammeln. Das Foto ist recht schön gelungen. Dreck von einem Jahr ist hier zu sehen. Auch das pult man dann im Frühjahr aus der Rinne heraus.

Ich erinnere mich noch recht gut an das letzte Jahr. Zur Reinigung hatte ich keine Handschuhe an und siehe da man in dieser blöden scharfkantigen Dachrinne habe ich mir die Finger aufgeschnitten. Die Alu Profile sind schließlich nur aufgesägt, aber meistens nicht gut abgerundet. Wenn man also sein Gewächshaus vereinigt, immer Handschuhe anziehen, damit man sich nicht verletzt. Das weiß ich jetzt auch besser. Man lernt nie aus.
Die Befestigung der Doppelstegplatten / Glasscheiben
Die Befestigung der Doppelstegplatten und auch der Glasscheiben erfolgt mittels einfacher Drahtklammern, wie sie auf dem Foto zu sehen sind. Ein sehr einfaches Prinzip, sehr erfolgreich und seit Jahrzehnten unverändert. Man kann die Klammern übrigens auch selber biegen, wie ich es vor Jahren ausprobiert hatte, weil ich meine Ersatzklammern verlegt hatte. Ich war verwundert welche Eigenschaften doch einfach abgebogener Draht hat, wenn er in der richtigen Form vorliegt. Mir fehlen schon wieder ein paar Klammern und ich werde meinen Nachbarn fragen (der gerade sein Gewächshaus aufgestellt hat), ob ich ein paar bekommen kann. Schnorren ist doch einfacher als selbst biegen.

Die Aluminiumkonstruktion der Gewächshäuser
Das Alu Gestell von Gewächshäusern sieht zwar sehr dünn aus, aber es ist sehr stabil. Für das, was das Gestellzu halten hat,  ist die Konstruktion hervorragend geeignet. Man braucht sich also keine Sorgen zu machen, dass sie vielleicht zu leicht oder zu dünn geraten wäre. Es reicht.

Auf dem Foto sieht man die Konstruktion und Verschraubung einer Ecke eines Gewächshauses. Es hat ohne Nachziehen der Schrauben über viele Jahre gehalten und hat sich nicht gelockert. Also auch hier nur Lob für die Konstrukteure. Erwähnenswert ist noch, dass die Algen nicht nur innen auf den Scheiben und außen auf den Scheiben des ´´Glashauses´´ sitzen, sondern genauso die Aluminiumsprofile lieben. Man sieht es hier auch schön auf dem Foto. Wenn man das beseitigen will - es sitzt nicht fest - empfiehlt sich eine einfache Spülebürste mit Stiel. Dann kann man sich nicht so leicht an den scharfen Kanten verletzen.
Die Kunststoffdichtung an Fenster und Tür
Nicht ganz so stabil ist die Kunststoffdichtung an der Tür und am Fenster. Auch wenn es sich nur um dünne Laschen handelt, setzt nach Jahrzehnten doch der Auflösungsprozess ein. Insbesondere an der Tür, die man ja nun ständig auf und zu macht, gibt es Abnutzungserscheinungen, wie man sie auf dem Foto sehen kann.

Ich selbst finde das aber nicht weiter tragisch. Es stört mich nicht sonderlich und von daher habe ich es einfach ignoriert. Vielleicht kann man die Dichtung auch auswechseln, aber ob man die noch beim Hersteller nach so vielen Jahren bekommt ist eine ganz andere Frage. Wahrscheinlich muss man bei den Dichtungen erfinderisch und handwerklich geschickt sein. Ich habe immer wichtigeres in meinem Garten zu tun und bin deshalb nicht dazu gekommen und werde es wohl auch nicht mehr werden.

Das Fundament
Aus eigener Erfahrung weiß ich inzwischen, wie wichtig ein gutes Fundament ist. Es reicht nicht aus, ein gekauftes Aluminiumsfundament unter das Gewächshaus zu Schrauben und dann zu meinen man hat alles getan. Wichtig ist die stabile Verankerung im Boden. Dabei hatte ich selbst vor Jahren doch etwas geschlampt und das Gewächshaus mit dem gekauften Fundament ohne Befestigung nur auf Lockeresteine gestellt. Schauen Sie doch mal auf das zweitletzte Bild mit meinem Gewächshaus, da sieht man die Rotsteine immer noch locker übereinander geschichtet. Geändert habe ich das immer noch nicht. Eigentlich sollte man doch aus Schaden klug werden?

Es hatte zur Folge des bei einem Sturm das gesamte Gewächshaus circa 2 m in die Luft gehoben wurde, indem daneben stehenden Haselnußstrauch hineingeschleudert wurde und alle Scheiben aus Plexiglas beziehungsweise Kunststoff im ganzen Garten zerstreut waren. Die Alu Profile waren verbogen, verknickt und teilweise auch gebrochen. Es war ein großes Drama und das Gewächshaus hing ein paar Wochen im Haselnußstrauch, bevor ich mich aufraffen konnte, es daraus zu befreien.

Meine Frau, doch enorm handwerklich begabt ist und mit auch Freude an handwerklicher Arbeit, erklärte sich bereit, das Ganze wieder zu richten. Ich wäre nie darauf gekommen dass es überhaupt geht. Aber es ging. Sie tingelte auf den Alu Profilen, bog alles wieder zurecht und nach mehreren Tagen Arbeit war doch tatsächlich das Gewächshaus wieder in seiner Form zu erkennen obwohl es vorher nur ein Haufen wild verbogener und durcheinander hängender Alu Profile war. Es war unglaublich.

Die Plexiglasscheiben sind auch so stabil gewesen, dass doch tatsächlich nicht eine einzige davon durch den Sturm zerstört worden ist. Wieder ein Lob an die Konstrukteure dieser Gewächshäuser.
Das Fundament ist auch gar nicht so schwierig herzustellen. Man nehme einfach Rasenkantensteine und befestige sie in Beton. Auf dem Foto ist es sehr gut zu sehen. So gut, wie bei meinem Nachbarn hätte ich es auch gern. Wenn man das nicht selbst kann, lohnt es sich doch dafür eine Firma zu beauftragen. Die Stabilität von so einem Gewächshaus und die Lebensdauer hängt doch in entscheidendem Maße von dem Fundament ab.
Hier noch mal das gute Stück meines Nachbarn, wie ich es jetzt über die Hecke sehen kann.

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Tuesday, March 8, 2011

Der Frühling bricht durch den gefrorenen Boden

So wie diese kleinen Mini-Osterglocken brechen derzeit über eine die frühen Zwiebelblumen durch das Erdreich. Noch ist der Boden tief gefroren, aber die oberen Bodenschichten sind tagsüber schon ein paar Zentimeter aufgetaut. Das scheint für viele Pflanzen schon zu reichen.
Die Sonne hat schon eine enorme Kraft. Wenn man so in einem Wintergarten sitzt und die Sonne genießt, wird es einem richtig warm. Es ist einfach herrlich, wie schön dieses Gefühl von wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut ist. Man hat jetzt ihr auch schon lange genug gewartet. Genauso wie auf der Haut wirkt auch die wärmende Sonne für die Frühlingsblüher. Auch wenn es Nachts noch beträchtlich kalt wird und des Morgens mehrere Grade minus auf dem Thermometer zu sehen sind, scheint es den Frühlingsblühern nichts auszumachen. Der Kahlfrost ohne Schnee ist aber schon eine arge Blastung für alle Pflanzen. Das Gras ist wieder ganz grau geworden. Natürlich geht auch viel Ungeziefer bei diesem Wetter ein. Es hat eben alles seine Vorteile und Nachteile.
 Ob Schneeglöckchen oder Winterling, Frühlingsnarzisse oder sogar schon die ersten Blausternchen. Ein paar warme Tage tagsüber sind das auslösende Signal. Man kann die kleinen Blüten einzeln und als Frühlingspolsterpflanze genießen.

Vielleicht ein kleiner Tipp: Noch kann man die Frühlingsblüher umsetzen.Sofern der Boden nicht gefroren ist, kann man einfach mit einer Grabeschaufel kleine Horste Winterlinge oder Schneeglöckchen an eine andere Stelle setzten. Auch mehrfaches Teilen ist möglich.Gerade jetzt sieht man doch, wo noch ein paar Winterlinge oder ein paar Schneeglöckchen stehen könnte und so etwas Gelb oder etwas Weiß fehlt.

Ich denke, man sollte unbedingt jetzt in den Garten gehen und einmal nachschauen, was sich denn so tut. Wenn der eigene Garten nichts entsprechendes liefert, so ist ja vielleicht auch ein Spaziergang durch die Siedlung angebracht? Man kann weder etwas sehen, wenn man sich andere Gärten ansieht. Außerdem ist frische Luft ja etwas Feines.

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Sunday, February 27, 2011

Winterlinge im Schnee

Am robustesten scheinen mir im Frühjahr wirklich die Winterlinge zu sein. Es ist einfach wundervoll, mit welcher Widerstandskraft Winterlinge Frost und Schnee überstehen.Während Schneeglöckchen nach starkem Frost einige Tage brauchen, um sich von der Strapaze wieder zu erholen (die Stiele der Blüten liegen lange scheinbar welg auf dem Boden), scheinen Winterlinge völlig unbeeinflusst zu sein.





Diese Bilder von derWinterling-Kolonie aus meinem Garten soll auch denjenigen von der Schönheit überzeugen, die sich bisher um Winterlinge nicht gekümmert haben. Winterlinge leuchten so gelb, dass wohl jeder sie bemerken muss. Auch wenn sie klein sind machen sie sich in der Menge schon bemerkbar.Aber selbst in jede kleine einzelne Blüte eines Winterlings müsste eigentlich ausreichen, dass man ihn nicht mehr übersieht. Und was blüht sonst schon so früh im Garten so schön gelb?

Noch eine kurze Anmerkung: Immer mehr Frühlingsblüher, unter anderem natürlich auch Winterlinge, kann man im Februar und März vorgezogen in Töpfen kaufen und sofort in den Garten pflanzen, sofern der Boden nicht gefroren ist. Ich habe bei machen selteneren Arten oder Farbvariationen schon oft auf diese Methode zurückgegriffen, um nicht erst lange nach dem Pflanzen der Zwiebeln auf die Blütenpracht warten zu müssen.

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Thursday, February 24, 2011

Eine einfache geschichtete Mauer / mit Holzästen abgedeckt

Niedrige Steinmauern kann man so einfach errichten. Aus meiner Sicht sind die größten Hindernisse in dieser Sache vor allem vierDinge: 1. Wie komme ich an die Steine? 2.Wie transportiere ich die Steine zu meinem Grundstück? 3.bin ich ausreichend motiviert? 4. Habe ich die Zeit?

Zu 1: Steinmangel: In manchen Gegenden, nehmen wir zum Beispiel das norddeutsche Flachland, gibt es eben einfach keine Steine. Man kann noch auf der Geest nach Findlingen suchen, aber auf diese Idee sind schon so viele andere gekommen und die Ausbeute ist in der Zwischenzeit sehr mager. Zu 2 Transport von Steinen: Ich selbst habe viele Jahre immer kleine Portionen in meinem Auto transportiert. Die kleinen Portionen wurden übrigens von Mal zu Mal größer. Das reicht natürlich nur für wenige Steine, aber die Ausdauer macht es da wett.
Ein Vorteil war auch, dass ich meistens ein altes Auto hatte und macht es nichts, wenn das gute Stück ein wenig leidet. Inzwischen habe ich mir ein Auto mit Anhängerkupplung zugelegt. Den Anhänger leihe ich mehr vom Nachbarn. Ich bin echt glücklich, dass er so großzügig ist. Zu 3 Motivation: Ja, das muss für sehr viele Leute das größte Problem sein. Vielleicht helfen da einfach ein paar schöne Bilder, um die Motivation ein wenig hervorzurufen. Zu 4: Zeit. Wenn man motiviert ist, ist es auch einfacher die Zeit zu finden. Eventuell muss man an einem anderen Hobby etwas abknapsen.Möglicherweise geht es ja auch, ein bisschen weniger zu arbeiten? Die Mauer kostet auf jeden Fall kein Geld, was man ja weniger hat, wenn man weniger arbeitet, sondern vor allem Einsatz.

Hier ist ein Beispiel aus meinem Garten in 4 Bildern. Die Steine sind locker geschichtet, außerordentlich viel Mühe habe ich mir nicht gemacht. Es kam mir auch nicht darauf an, eine ordentlich geschichtete Steinmauer zu erstellen, sondern überhaupt eine Steinmauer aufzuschichten. Die wirkt schön, egal wie sie geschichtet ist. Die alten Äste, die vorher als Abgrenzung zwischen Einfahrt und Rasen gedient hatten, habe ich einfach oben auf die Steinmauer gelegt.
Da die Fotos schon ein paar Tage alt sind und ich die Wirkung mit dem alten Holz sehr schön fand, habe ich inzwischen alle älteren Äste, die noch als Abfall im Garten angefallen sind, ebenfalls oben auf die Steinmauer gelegt. Mir gefällt es sehr gut. Im Prinzip ist diese Kombination aus Holz und Stein ein Zufallsprodukt, weil ich nicht mehr wusste, wohin ich mit den alten Äste sollte. Wegwerfen kam jedenfalls nicht in Frage.

Aber so entsteht eben auch Freude im Garten. Man macht etwas ungemein Schönes und erfreut sich daran wie es wird. Wenn die Steinmauerholzkonstruktion einmal einstürzen sollte, kann man es innerhalb weniger Minuten wieder neu aufzuschichten Wenn ich einmal auf die Idee kommen sollte, die Steine für etwas anderes zu benutzen, hat man nicht viel Hindernisgründe etwas Neues daraus zu bauen. Es ging eben einfach schnell und gut. 

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Thursday, February 10, 2011

Meine Erfahrungen mit dem Schreddern - die eines Anfängers

Bioabfall schreddern ist ja etwas Feines. Riesige Berge von Gestrüpp werden zu einem kleinen Haufen mit Bioabfall, den man gut gebrauchen kann. In meinem Fall hatte ich mir vorgenommen, dass meine Einfahrt wieder einmal eine neue Abdeckung braucht, damit das Unkraut nicht wächst. Im letzten Jahr hatte ich zu viel Hacken müssen, das soll dieses Jahr anders sein. Natürlich geht das Schreddergut so wie Rindenmuld auch wunderbar für Wege im Garten. Den Schredder / Häcksler habe ich mir für meinen Test vom Nachbarn ausgeliehen; ein furchtbar grünes Exemplar. Aber die Farbe ist ja egal, auf die Funktion kommt es an.

Hinten auf dem Foto sieht man meinen Berg. Vorwiegend aus Weide, aber auch alle anderen Arten von Sträuchern, die im Garten so wachsen und natürlich auch Äste von Obstbäumen. Außerdem wollte ich abgestorbene oberirdische Teile von Stauden klein häckseln. Alles hatte ich in den vergangenen Wochen hübsch abgeschnitten und jeweils getrennt zwischen Kompost, schredderbar und besser für die grüne Tonne geeignet.

Da ich beim Schreddern schon mal mitgeholfen habe war es mir wichtig zu verhindern, dass sich das Ding - der Schredder / Häcksler - verstopft. Bei diesem Exemplar von Schredder ist die Schraube zum Öffnen und reinigen des Gerätes ein Ärgernis. Man schraubt an dem dreieckigen Knopf einige Minuten, bis man das Oberteil wegklappen und reinigen kann. Dabei wird das Handgelenk ganz lahm außerdem ist der Drehknopf so nah am Gerät, dass man durch das Gehäuse des Schredders behindet wird. Sollte sich jemand so einen Häcksler zulegen wollen, so ist es sinnvoll auf leichtes Öffnen zu achten.

Beim Häckseln gelang es mir tatsächlich, den Schredder nur an die 12-15 x öffnen zu müssen. Damit war ich ganz zufrieden. Man muss ganz genau beobachten, was man hineinschiebt. Nicht zu dick, nicht zu vieles, immer schön in der richtigen Dosierung. Dann geht es gut.


So sah ein zwischenzeitliches Ergebnis aus. Viel Kleines, so wie man es sich gewünscht hat, aber auch einiges Großes kommt heraus. Über das Große habe ich mich gewundert und, siehe da, auch die Materialart ist sehr bedeutsam. Gesträuch mit elastischer Rinde lässt sich nur schwer schreddern. Es gibt lange Rindenstücke, die ganz schnell den Schredder verstopfen, wenn man nicht aufpasst. Man muss dann immer die Rindenstücke unten heraussiehen, sonst muss man wieder unnötigerweise den ganzen Kasten aufschrauben und ärgert sich über die Mühe. Ich habe versucht immer zwischen den Materialien zu wechseln. Ein paar Zweige Weide, dann wieder härteres und sprödes Material.

Das hier sind die langen übrig gebliebenen Fasern - zumeist aus Rinde von Weide.

Auch die abgeschnittenen Stauden hatten so ihre Tücken. Zu weich und biegsam darf es nicht sein. Auch das führt zu Verstopfung. Mit der Zeit wurde es aber immer besser und war nach 2 Stunden froh, diesen riesigen Berg beseitigt zu haben. Meine Einfahrt ist mit einem schönen Belag ausgestattet und Unkraut hat dank des Häckselguts diese Jahr keine Chance. Rindenmulch zu kaufen, kann ich mir dieses Jahr für die Einfahrt sparen.

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Saturday, January 15, 2011

Gartenarbeit für den Januar

Im Januar kann man einiges tun, insbesondere wenn kein Schnee liegt und die Temperaturen doch um einiges über 0° sind. Zu tun gibt es eigentlich immer. Der Vorteil des Januar ist, dass das Unkraut nicht wächst, genauso wenig wie die Stauden, Bäume, Blumen,etc; dass keine neuen Blätter auf die Beete fallen, kurzum, dass der Garten einfach zum Stillstand gekommen ist.

Man sieht, was man getan hat. Und das sogar für ein paar Wochen.

Das ist zur Wachstumsperiode im Sommer doch ganz anders. Wenn man da einmal das Unkraut entfernt hat und den Rasen gemäht hat, sieht es nach zwei Wochen genauso schlimm aus wie vorher (meint man wenigstens).

Was gibt es denn nun an Gartenarbeit zu machen?
Es sind vor allem Aufräumarbeiten. Fange ich doch einfach mal mit etwas Unwichtigem an: Die Blumenuntersetzer reinigen. Ich habe es immerhin geschafft, alle Blumenuntersetzer an einem Ort zu versammeln. Da sich so ein schönes Foto ergeben hat, möchte ich es auch hier vorstellen. Selbst das schon ist eine ganz schöne Arbeit, weil es (wenigstens bei mir) doch sehr viele sind, alle Untersetzer ausgeschrubt werden müssen. Dafür hole ich mir natürlich warmes Wasser aus dem Haus. Früher habe ich mal das Wasser aus der Regentonne genommen, aber man lernt ja dazu. Warum ich zuerst so dumm war, mir die Finger abzufrieren weis ich wirklich nicht mehr. Man denkt manchmal doch zu wenig darüber nach und macht es so, wie man es immer gemacht hat. Ein wenig hinterfragen der eigenen Taten kann wahrscheinlich jedem nicht schaden. Ich versuche mich mal daran zu halten.

Hier nun eine Liste mit Dingen, die ich mir vorgenommen habe:

- Stauden abschneiden
- so viel Biomaterial schreddern wie möglich (Wiederverwertung, sinnvoll Abdeckmaterial, etc.)
- Schreddermaterial auf die Gartenwege streuen
- Blätter von den Blumenbeeten entfernen
- Unkraut aus den Blumenbeeten entfernen. Was jetzt noch winzig klein ist und kaum Wurzeln hat (man kann es im Januar und Februar wunderbar leicht herausziehen), ist bei warmen Wetter in ein paar Wochen schon ziemlich groß und fest verwurzelt - ist echt so. Zur Zeit ist das einfach!
- Blumenkübel säubern und für das Bepflanzen vorbereiten
- Weihnachtsdeko entfernen
- restliche Blätter vom Rasen abharken
- Gartengeräte auf Funktion überprüfen (mal sehen, ob ich es dieses mal schaffe)
- Obstbäume schneiden, soweit es nicht friert. Die Kiwis müssen auch gestutzt werden
- Gerade noch kann man die Beete mit den Frühlingsblühern betreten. Wenn es ein paar Tage warm gewesen ist, wird das nicht mehr möglich sein. Also mit diesen sensiblen Blumenbeeten im Garten beginnen

Das ist das, was mir so bei kurzem nachdenken alles in den Sinn kommt. Natürlich habe ich noch einiges vergessen, was möglich ist. Es ist auch klar, man schafft nicht alles, aber man kann im Januar eben auch Gartenarbeit machen und aus der Liste sich etwas aussuchen, was man für richtig hält. Was man im Januar nicht schafft, geht auch noch im Februar. Das ist aber kein Grund es aufzuschieben.

Wenn man jetzt 10° plus hat (wie im Moment gerade), hat man das Gefühl, es ist Frühling und man könnte fast ein T-Shirt anziehen. Ein einfach unglaubliches Gefühl, wenn man so lange Wochen tiefe Minusgrade hatte.
Hier noch ein Eindruck einer Staudenrabatte in meinem Garten. In diesem Bereich befinden sich lauter Großstauden ab 1,50 m Höhe. Man sieht, dass noch viel zu tun ist. Also packen wir es an. Wenn es morgen wieder so einigermaßen warm ist, werde ich gleich nach dem Frühstück wieder in den Garten gehen. Die Gartenarbeit ruft auch im Januar.


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Wednesday, January 12, 2011

Winterende: Wann fängt das Gartenjahr an?

Für mich fängt das Gartenjahr dann an, wenn die Natur sich wieder anfängt zu regen, zu wachsen und zu sprießen. Noch vor kurzem sah es so aus:
Temperaturen von fast -20°, tief zugefrorer Boden und Schnee in schönstem weiß. Der Garten und die Gartenarbeit schien noch so weit weg. Plätze wie dieser, ein Hängestuhl mitten im Garten, wetterfest und jederzeit zu benutzen, waren wenig einladend.

Doch wie schnell hat sich das Bild gewendet. Zwei Tage bei +10°, und das im Januar, haben bei der Natur wie ein Donnerschlag gewirkt. Beim Blätter entfernen von den unordentlichen Beeten finde ich schon unter dicken Schichten erster schon etwas platt gedrückte Schneeglöckchen. Noch nicht mit Knospen, aber doch hellgrüne Blättchen, unter Lichtmangel leidende 3-4 cm lange Sprosse. Es ist unglaublich, wie die Natur das macht.

Meine innere Uhr sagt mir (ohne dass ich das irgendwie begründen könnte), dass es jetzt vorbei ist mit dem strengen Winter. Vielleicht reagiert mein innerer Sensor da noch ganz natürlich? Irgendwie glaube ich, dass es jetzt nur noch leicht frieren wird und ansonsten wir schon Temperaturen wie Ende Februar bekommen. Die globale Erwärmung muss sich doch irgendwie bemerkbar machen?
Als Schlussfolgerung habe ich mir gedacht, dass ich jetzt mit dem Hinausstellen der ersten Blumen beginnen kann. Meine rechtzeitig ins Überwinterung Quartier gebrachten Stiefmütterchen, eine Pflanze und Oleander und eine angeblich winterhart Palme (Trachycarpus fortuneii = Chamerops excelsa). Alle diese drei Pflanzenarten überstehen ein ganz bisschen Frost.

Als so übermäßig mutig möchte ich das auch nicht bezeichnen, weil ich mir gedacht habe:" Drei Pflanzen schaffe ich noch abends schnell hineinzutragen." Man darf das mal eben schnell ins Haus holen von Oleander und Co. natürlich nicht vergessen. Die Gefahr ist zu vergessen ist natürlich immer groß. Aber wie oben geschrieben, der Winter ist ja vorbei - sagt mein Gefühl.


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