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Thursday, July 8, 2010

Handheckenschere oder elektrische Heckenschere für den Buchsbaumschnitt?

Es steht wieder das Schneiden der Buchsbaumhecken im Garten an. Den Buchsbaum kann man eigentlich das ganze Jahr über schneiden. Nicht ganz so empfehlenswert ist es jedoch während des starken Austriebs im späten Frühjahr. Dann sollte man lieber bis Ende Juni warten, wenn die neuen Triebe sich verfestigt haben. Ansonsten beschädigt man die jungen Triebe mit den neuen Blättern zu stark und es entstehen zu viele braune Spitzen.
Die beste und pflegenste Methode zum Buchsbaum schneiden ist die Benutzung einer Handheckenschere. Sollten in ihrem Garten nur einen Buchsbaum hier und einen Buchsbaum da stehen haben, der in Form gebracht werden muss und die Buchsbaumhecke ist auch nicht zu lang, dann ist die Handheckenschere sicherlich das beste Instrument. Man kann dann mit wenigen gezielten Schnitten die Form genau herausarbeiten.





Wenn man sehr viele Buchsbaumhecken, wie ich z.B. in meinem Garten, hat, verwendet man besser eine schnelle Methode um Buchsbaum zu schneiden. Und was ist die schnellste Methode: eine elektrische Heckenschere. Elektrische Heckenscheren sind nicht übermäßig schonend beim Schnitt, weil das Schnittmesser in jedem Bereich mehrfach schneidet. Dabei kann es zu Quetschungen anderer Blätter und Sprossendungen kommen, die dazu führen, dass es optisch nicht so schöne braune Spitzen entstehen. Das stört den Buchsbaum selbst nicht so viel, jedoch ist der Garteninhaber manchmal damit unzufrieden. Wenn es denn zu viel stört, muss man wieder auf die Handheckenschere zurückgreifen. Bei mir bräuchte ich 2 bis 3 Wochen von je 2 h Hecken schneiden täglich, um alle meine Buchsbaumhecken zu schneiden. Mein Rücken teilt mir mit, dass 2 h bereits mehr als ausreichend sind. Ich nehme also braune Spitzen in Kauf. Was bleibt einem auch anderes übrig.

Um einen Eindruck von meinen vielen Hecken zu vermitteln, habe ich ein Sammelsurium von Fotos beigefügt. Ich hoffe alle können verstehen, dass ich jetzt letztendlich doch wieder beim Buchsbaumschnitt mit elektrischer Heckenschere gelandet bin.

Vorschläge: für den Kauf einer Heckenschere bzw. Strauchschere.

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Thursday, June 17, 2010

Buchsbaum im Kübel: Nur mit Untersetzer

Pflanzen im Kübel oder Töpfen bedürfen einer besonderen Pflege. Wenn man zum Beispiel Sommerblumen in Kübel und Töpfe eingepflanzt, sieht man in der Regel sofort, wenn sie unter Wassermangel leiden: die Blätter werden welck und hängen herunter. Das ist nicht so beim Buchsbaum. Der Buchsbaum verträgt Trockenheit, allerdings nur bis zu einem gewissen Grad.

Ein großer Nachteil von Buchsbaum ist, dass er den Wassermangel nicht sofort anzeigen kann. Wenn der Gärtner gießt ist es häufig schon zu spät und der Buchsbaum ist irreversibel geschädigt.
Wenn man, die in den hier aufgeführten Beispielen, gelbe Blätter am Buchsbaum sieht, ist der Buchsbaum bereits lange tot.
Dafür gibt es eine ganz einfache Begründung. Man nimmt ja auch Buchsbaum und Kränze zum Flechten oder Girlanden herzustellen. Der Buchsbaum bleibt im abgeschnittenen Zustand noch mehrere Wochen grün, ist aber schon lange tot. Genauso ist es mit dem Buchsbaum im Topf. Er ist auch wunderbar grün, selbst wenn der Buchsbaum bereits lange verstorben ist. Zu erkennen ist es nur, wenn man ganz genau hinsieht.


Ein paar Beispiele von toten Pflanzen und in einem Fall von einem fast toten Buchsbaum, die ich in unterschiedlichsten Gärten gesehen habe, sind hier abgebildet. Die Eigentümer haben ehemals sehr viel Geld für diese Topfpflanzen bezahlt und scheuen sich natürlich, dem Buchsbaum zu entsorgen: "Vielleicht treibt er ja noch einmal aus." habe ich schon so oft gehört, aber es ist niemals passiert.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Kübelpflanzen generell und Buchsbaum insbesondere immer mit einem Untersetzer zu versehen. Wenn immer ein wenig Wasser darin steht, ist man auf der sicheren Seite.

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Thursday, April 15, 2010

Tipps: Kübelpflanzen im Freien sicher überwintern

Kalte Winter zeigen jedem, dass man seine Kübelpflanzen doch besser vor dem Winter schützen sollte. Kübelpflanzen und die Kübel sind zwei unterschiedliche Gesichtspunkte, die jeweils Ärger über die Winterwirkungen hervorrufen können:

1. - Die Pflanzen gehen ein / erfrierern / verdursten
2. - Die Kübel platzen

Und wie schützt man die Kübel und die Kübelpflanzen?



Gerade wenn man sich schöne Kübel / Pflanzkübel im Frühjahr gekauft hat weiß man, wie teuer diese sein können. Tonkübel, auch wenn sie frostsicher genannt werden, sind es noch lange nicht. Es gab Zeiten, da habe ich das auch geglaubt. Zwei Jahre geht es gut und im dritten Jahr ist dann die Bescherung da (Risse und man ärgert sich, spätestens im nächsten Jahr fällt der Trog dann auseinander). Das tut den meisten Leuten richtig weh, wenn man es dann am Winterende oder im Frühjahr bemerkt. Es geht sicher nicht nur mir so.

Eine Alternative sind natürlich Plastikkübel, aber die findet nicht jeder schön. Man muss natürlich sagen, dass es immer mehr schöne Kübel gibt, die dem Tonoriginal doch ähnlicher werden.

Hier nun der Tipp wie man die Folgen 1. und 2. vermeiden kann (mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit):

Graben Sie die Kübel im Winter in die Erde ein. Dadurch kann der Frost die Kübelerde beim einfrieren nicht nach außen drücken. Dort ist ja andere Erde und die stabilisiert den Pflanzkübel. Es ist schon ein kleiner Aufwand, aber die Kübel werden durch die umgebende Erde stabilisiert und die Pflanzen empfinden die Überwinterung so, als würden Sie normal im Gartenboden eingegraben sein.










Trotzdem sollte man das Gießen auch im Winter nicht vernachlässigen. Insbesondere, wenn es sich um glasierte Tonkübel und Tontöpfe handelt. Die können von außen kein Wasser durchlassen. Wenn man nicht gießt, bleibt in den Töpfen die Gefahr bleibt bestehen, dass die Pflanzen verdursten - und dass ist die Haupt- ´Todesursache´ von Kübelpflanzen im Winter.

Die Fotos zeigen diese Vorgehensweise bei den winterharten Kübelpflanzen im Botanischen Garten Braunschweig (vorwiegend Buchsbaum). Dort sieht es auch noch hübsch aus, diese vielen unterschiedlichen Formen auf einem Haufen. Für so eine nette Ansammlung kann man vielleicht auch ein kleines Stück Rasen opfern, falls man wenig Platz hat.



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Wednesday, February 3, 2010

Winterende: Es gibt erste Anzeichen

Winter ade, so hofft man jedenfalls. Wenn man nicht unbedingt im Urlaub ist und Ski fahren möchte, reicht es nun doch mit dem Winter. Im Februar gibt es nun eindeutige Anzeichen, dass es aufwärts geht.

Es wird deutlich heller und die Schatten sind am Mittag nicht mehr so lang. Auch Sonnentage bei über 0 Grad Celsius sind jetzt wieder möglich. Die Fotos belegen den Wandel.



Die Schneedecke ist zwar noch an unberührten Stellen auf den Feldern völlig geschlossen, aber innerhalb der Ortschaften und auch dort, wo es durch Häuser und Bäume Windverwehungen gegeben hat, entstehen bereits schneefreie Stellen. Die Sonne heitert auf und veranlasst zur Hoffnung auf mehr. Überall von den Dächern tropft das Wasser. Dächer, die zur Südseite ausgerichtet sind, sind bereits schneefrei. Auf der Nordseite sieht man nur kurzfristig den Schneegriesel der vergangenen Nacht. An ganz geschützten Stellen liegt noch der Schnee aus dem letzten Jahr.


Ich bekomme schon wieder Lust, mit etwas im Garten anzufangen. Was mir besonders am Herzen liegt, ist der Schnitt der vielen Buchsbaumhecken. Letztes Jahr habe ich tatsächlich nicht alles geschafft. Es wurde dann plötzlich so warm, dass explosionsartig die Frühjahrsblüher aus der Erde schossen und ich nicht mehr alle Beete betreten konnte, um die Hecken zu schneiden. Dieses Jahr soll mir das nicht passieren. Es gibt vielleicht bessere Zeiten um Buchsbaum zu schneiden, aber im Februar ist es auch schon möglich.

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Monday, November 16, 2009

Buchsbaum schneiden mit der Heckenschere

Zum Buchsbaum schneiden benutzt man in der Regel eine Heckenschere. Wenn man nicht gerade komplizierte Formen in den Buchsbaum schneiden möchte, ist die elektrische Heckenschere eine sehr gute Wahl. Viele Leute schneiden den Buchsbaum mit der Hand. Wenn man viele Buchsbaumhecken hat, ist eine elektrische Heckenschere oder eine Akku Heckenschere sehr viel besser geeignet. Der Vorteil ist, dass man eine große Menge Hecken mit Heckenscheren sehr viel schneller schneiden kann.

Und die Zeit ist ein wichtiges Kriterium. Vielleicht geht es nur mir so, aber Buchsbaumhecken schneiden geht immer auf den Rücken. Ich glaube ich kenne keinen, bei dem es nicht mit Schmerzen verbunden ist. Von daher empfiehlt es sich wirklich, eine elektrische Heckenschere zu verwenden.

Das hier ist die von mir verwendete elektro Heckenschere. Es ist ein ganz normales Modell, was ich wohl mal bei Aldi oder bei Lidl gekauft habe. Es handelt sich um ein no Name Produkt. Auch nach mehreren Jahren arbeitet die Elektroheckenschere problemlos. Die 30 €, die ich ausgegeben habe, haben ausgereicht. Es muss keine Heckenschere von Wolf, Bosch, Einhell oder soagar Metabo sein.


Eine Benzin Heckenschere ist von Vorteil, wenn man einen großen Garten hat und man elendig weit das Kabel ausrollen muss. Eine Teleskop Heckenschere empfiehlt sich, wenn man sehr hohe Hecken hat. Dann muss man nicht unbedingt eine Leiter verwenden und man kann auch in 1 m 80 Höhe noch die Hecke schneiden. Für den normalen Gartenfreund ist in der Regel aber eine Benzinheckenschere oder eine Teleskop Heckenschere nicht erforderlich.

Ein Nachteil der elektrischen Heckenscheren im Vergleich mit Akku Heckenscheren und Benzin Heckenscheren ist, dass man das Kabel durchschneiden kann. Es hängt doch immer irgendwie im Weg, jedenfalls geht mir es so. Einmal, allerdings schon vor Jahren, ist es mir sogar gelungen, das Kabel zu kappen.


Nach dem Schneiden sehen die Hecken vom Buchsbaum dann wieder wunderbar gerade und ordentlich aus. Glücklicherweise wächst Buchsbaum nicht so stark, dass es normalerweise ausreicht, zweimal im Jahr, die Buchsbaumhecke zu schneiden. Was nach dem schneiden noch übrig bleibt, ist die lästige Arbeit der Entsorgung des Buchsbaumschnitts.

Hier sieht man nur einen Teil der Säcke, die bei mir im Garten nach dem Schnitt des Buchsbaums mit der elektrischen Heckenschere angefallen sind. Am besten schneidet man nur kleinere Abschnitte, damit die Freude an der Arbeit und am Garten nicht zu sehr abnimmt.



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Friday, September 18, 2009

Anleitung in Bildern zum Buchsbaum stecken

Mit diesem Beitrag möchte ich eine Anleitung zum Buchsbaum stecken geben. Das Besondere soll sein, dass ich den Vorgang zum Buchsbäume stecken mit Bildern dokumentiere. Es gibt viele Anleitungen zum Buchsbaum stecken, aber wohl keine mit so detaillierten Bildern. Mit Bildern kann man auch mehr Details wiedergeben, die allein über den Text oft überlesen werden.

Die erste wichtige Frage ist: Wann sollte man den Buchsbaum stecken beziehungsweise vermehren? Die beste Zeit ist der Herbst, beziehungsweise der Spätsommer, wenn die Feuchtigkeit in der Luft und im Boden konstant höher ist. Das heißt also, wenn es öfters regnet. Dann muss man nicht mehr Gießen beziehungsweise nicht mehr so viel gießen und die Stecklinge des Buchsbaums trocknen nicht mehr aus. Es ist auch sehr vorteilhaft es nicht zu spät im Jahr zu machen, weil dann die Buchsbäume noch die Möglichkeit haben, erste Wurzeln zu bilden (das machen sie zwar meistens nicht so schnell, aber sie haben immerhin die Möglichkeit).
Sie können den Buchsbaum aber auch bis März/ April im Frühjahr stecken. Nicht empfehlenswert ist der Sommer, um den Buchsbaum zu vermehren. Je später sie den Buchsbaum stecken, desto intensiver muss in Trockenzeiten, insbesondere im Sommer sehr häufig (bei langen trocken Perioden sogar täglich) gegossen werden. Fehlendes Wasser ist der Hauptgrund für das Misslingen der Buchsbaumvermehrung.




Auf dem ersten Foto sieht man eine ideale Spenderpflanze für Stecklinge. Sie ist gut für den Schnitt geeignet, weil sie viele lange Triebe hat. Der Buchsbaum wurde circa 18 Monate lang nicht geschnitten (2 Sommer). Die Pflanze sieht jetzt rein äußerlich sehr zerfranzt aus und hat jede Menge Stecklinge beziehungsweise Zweige, die man als Stecklinge benutzen kann.
Grunssätzlich sieht so eine Buchsbaum Stecklingsmutterpflanze zwar nicht mehr so schön aus, aber man kann für die Stecklingsgewinnung ja auch ein paar Buchsbäume abseits im Garten ohne Schnitt wachsen lassen und diese dann für Schnitt und Vermehrung verwenden.


Das zweite Foto zeigt eine nicht geschnittene Hecke. Sie eignet sich, um mehrere 1000 Stecklinge abzunehmen. Nach dem Schnitt sieht sie wieder ordentlich und gleichmäßig aus, so wie es sein soll.






Wie soll ich Stecklinge abnehmen? Wie groß sollen die Stecklinge des Buchsbaums sein? Das sind die nächsten wichtigen Fragen, auf die ich eingehen möchte. Das dritte Foto zeigt die idealen Stecklinge. Die Triebe sind circa ein bis zwei Jahre ohne Schnitt gewachsen. Die Länge beträgt 15-20 cm. Stecklinge können natürlich auch kürzer oder länger sein, aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das sich Buchsbaum in der Länge gut stecken und vermehren lässt.





Es ist sehr praktisch, wenn sie den Buchsbaum direkt in die Gartenerde bringen. Sollten sie den Buchsbaum in Töpfen stecken, ist die Gefahr der Austrocknung sehr viel größer. Beim Stecken von Buchsbaum in Töpfen, dürfen sie wirklich nie das Gießen vergessen.
Buchsbaum kann in langen Reihen, aber auch flächenmäßig gesteckt werden. Ich zeige hier die flächenmäßige Steckmethode auf. Man kann den Buchsbaum im Garten ihn direkt an Ort und Stelle stecken, dort wo er später einmal wachsen soll. Es ist aber auch vorteilhaft an gesonderter Stelle erst einmal den Buchsbaum vorzuziehen und dann diesen dann an den endgültigen Ort zu verpflanzen. Hintergrund ist, dass an der endgültigen Stelle oft eine Konkurrenz um Wasser und Licht mit den dort bereits vorhandenen Pflanzen besteht. Stecklinge benötigen eine intensivere Pflege, als bereits gut angewachsene Stauden und andere Blumen. Diese kann man an gesonderter Stelle besser bieten.

In dem Sammelbehälter sehen Sie circa 250 Stecklinge. Die gilt es nun einzupflanzen. Es soll ein kleines Buchsbaumfeld entstehen.


Die Erde muss gut vorbereitet sein. Alles Unkraut, auch die kleinen Keimlinge sollten entfernt werden.







Man sollte das Stecken der Buchsbäume natürlich gut gründlich durchführen aber auf der anderen Seite muss es ja nun wieder auch nicht zu lange dauern. Als sehr einfach und schnell hat es sich diese Vorgehensweise erwiesen:
Wenn man in die gut vorbereitete Erde mit dem Spaten lange Rillen einsticht hat man gleich Platz für viele Stecklinge geschaffen. Der Spaten wird dazu circa 20 cm in die Erde gesteckt und dann leicht nach vorne und nach hinten mehrfach gekippt. Dadurch entsteht ein längliches Pflanzloch. Wenn man den Vorgang mehrfach direkt nebeneinandeer wiederholt, hat man schließlich eine lange Pflanzerinne (siehe Foto).

Die Pflanzerinne sollte nicht zu breit sein, damit die Stecklinge, die man hineinsteckt, sich gleich in der Position halten, die man haben möchte. Wenn man die Rillen zu breit anlegt, fallen die Stecklinge zu tief in das Pflanzloch und man muss gleich noch die Stecklinge andrücken. Die Stecklinge habe mir einen Haupttrieb und Nebentriebe. Die Nebentriebe halten den Trieb nach dem Stecken in der Position, die man wünscht. Man muss die Erde nicht andrücken (das kommt im nächsten Arbeitsschritt).

Die Stecklinge werden zu ca. 50 % in die Erde gesteckt. Das ist sehr wichtig. Ob Sie nun 40% oder 60 % erwischen, ist nicht von Bedeutung. Wenn sie aber nur 10- 20 % einstecken, wächst der Buchsbaum nur mit Schwierigkeiten an, die Erfolgschancen sind auf jeden Fall viel geringer.
Die Rille wird jetzt vollständig dicht an dicht mit Buchsbaum ausgefüllt. Auf circa 60-70 cm, das ist die Länge der Rille auf dem Foto, kann man 20 Stecklinge setzen.





Wenn die Pflanzrille völlig gefüllt ist, wird die zweite Pflanzrille direkt davor in die Erde gestochen.







Die Pflanzrille sollte ganz dicht davor angelegt werden. Der Abstand zur ersten Pflanzrille beträgt 5-7 cm. Wenn man den Abstand breiter macht, wächst inzwischen nur Unkraut, das man später wieder entfernen muss. Der Buchsbaum erhält genug Licht, auch wenn er so dicht gesetzt wird.

Mit dem Erstellen der zweiten Rille drücken sie in dem gleichen Arbeitsschritt den Buchsbaum der bereits gesteckten ersten Pflanzrille an. Das ist sehr praktisch und erleichtert die Arbeit. Außerdem kommt man der Erde kaum noch in Berührung. Man bereitet mit dem Spaten das Pflanzloch forscht drückt die Stecklinge in die Pflanzrille und drückte im nächsten Arbeitsschritt die Pflanzrille mit dem Spaten zu. Dadurch erreicht man, dass viel mehr Buchsbäume pro Zeiteinheit gesteckt werden können. Buchsbaumstecken macht immer Spaß, wenn man es mal eine halbe Stunde oder 1 h macht, aber danach wird der Spaß dann doch oft auf. Sie schaffen also mehr und haben derzeit andere Dinge. Nach der Beendigung können sie sich auf den Gartenstuhl setzen und noch ein paar Minuten ihre Arbeit betrachten. Das schafft Motivation für die nächste Aufgabe. Meine Freude an der Sache war auf jeden Fall nach 250 Pflanzen erschöpft. Mit der Ausbeute war ich immer sehr zufrieden.



Wie man sieht, ist zwischen den Buchsbaumstecklingen kaum noch Erde zu erkennen. Die zweite Reihe liegt parallel vor der ersten Reihe.




Auf diese Weise fährt man fort, Reihe für Reihe. Man machte so lange, bis man meint ausreichend Buchsbäume gesteckt zu haben oder bis man meint, der Rücken hätte nun genug gelitten. Man kann ja auch bedenkenlos an mehreren Tagen und immer in kleineren Portionen ein paar Buchsbaum stecken. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass immer die Lust an der Sache vorhanden bleibt. Für den Hobbygärtner sollte die Freude oberste Priorität haben. Wir haben auf jeden Fall diese 250 Stecklinge und circa 1,5 h Arbeit für diese Aktion ausgereicht.




Auf diesem Foto sieht man nun die 250 Stecklinge, komplett in die Erde gebracht. Es ist ein kleines Feld geworden. Wichtig ist, dass so Stecklingsfeld nicht zu breit wird, damit man immer mal wieder das Unkraut, das später mit Sicherheit kommen wird, erreicht und auszupfen kann.




Auf dem letzten Foto sieht man nun das Geleistete als Ganzes. Wichtig ist noch, dass man die Buchsbäume gleich noch gut angießt. Man kann nie zu oft wiederholen, dass die jungen Buchsbäume nicht austrocknen dürfen. Den Winter über muss man normalerweise nicht gießen. Aber ab April, kann es schon ganz enorme Trockenzeiten geben. Das hat sich nach meinen Erfahrungen in den letzten Jahren des öfteren ergeben. Es kann auch am Klimawandel legen, dass es schon so frühzeitig häufiger oft über mehrere Wochen nicht regnet. Wenn man aber im zeitigen Herbst dem Buchsbaum gesteckt hat, sind oft schon kleine Wurzeln im zeitigen Frühjahr am Buchsbaum zu finden. Die erleichtern es den Stecklingen, auch trockene Zeiten im Frühjahr und im Sommer zu überstehen.

An Ort und Stelle sollten die jungen Buchsbäume frühestens nach einem Jahr, besser noch nach zwei Jahren gepflanzt werden. Man muss immer daran denken, dass die Jungpflanzen in Konkurrenz zu den übrigen Pflanzen stehen. Wenn sie dem Buchsbaum sehr frühzeitig an Ort und Stelle pflanzen, sollten sie weiter darauf achten, dass der Boden niemals ganz trocken wird.
Es würde mich freuen zu lesen, zu hören, ob sie auch Erfahrungen mit Buchsbaum stecken haben und vielleicht die hier vorgestellte Methode auch angewandt haben? Platz bei den Kommentaren ist genug vorhanden.

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Monday, July 13, 2009

Erfahrungen zum Buchsbaum schneiden

Buchsbaum schneiden ist eigentlich ganz einfach. Das größte Problem ist meines Erachtens nach, es überhaupt zu machen. Da kann ich jedenfalls für meinen Buchsbaum und meine jahrzehntelange Buchsbaumerfahrung sagen.

Es gibt da die diversesten Tipps, wann und wie man den Buchsbaum schneidet. Je nach Gartengröße, Lust und Laune und sonstige wahrscheinlich wichtigere Aufgaben in Beruf und Familie sollte man den Buchsbaum dann schneiden, wenn man Lust dazu hat bzw. wenn man die geringste Unlust dazu hat (wenn man nicht so ein Gartenfan ist).

Buchsbaumschnitt beschädigt auf jeden Fall immer die Blätter und Triebe. Mehr oder weniger gelbe und weiße Blätter an den Schnittstellen sind die Folge. Wenn man den Schnitt im Frühjahr oder bis zu Hochsommer macht, bilden sich noch neue Blätter und Triebe. Je später man in den Hebst kommt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit. Gelbe und weißliche abgestorbene Blätter vom Buchsbaum sieht man dann nicht mehr.



Eine Hecke braucht viele Jahre, um nicht zu sagen Jahrzehnte. Wer es sich leisten kann, kauft am besten gleich große Buchsbäume, wenn er eine Hecke plant. Die hier abgebildete Hecke ist bereits 12 Jahre alt und hat 60 cm erreicht.

Buchsbaum schneiden muss man auf jeden Fall mindestens 1x im Jahr. Ich selbst schaffe aus Zeitgründen immer nur einmal im Jahr den Buchsbaum zu schneiden. Schöner sieht es natürlich aus, wenn man es 2x und mehrmals macht. Bei kleinen Gärten und viel Zeit ist das sicherlich möglich. Diese regelmäßigen Formen sind auf jeden Fall ein wichtiges Element im Garten. Ein Garten mit gut geschnittenem Buchsbaum sieht auf jeden Fall ordentlicher aus, selbst wenn es daneben noch viel Unordnung im Garten gibt. Irgendwie besänftigt gut geschnittener Buchsbaum das Auge des Betrachters.


Der Schnitt als Kugel ist auf jeden Fall die einfachste Möglichkeit. Aber man kann hier doch Phantasie walten lassen. Es ist nur nicht einfach. Vor dem Schnitt sollte man sich eine Zeichnung machen, wenn es um kompliziertere als geometrische Formen geht. Möglich und sinnvoll ist dann auch ein Gestell aus Draht zu formen, das die grobe Form vorgibt.

Wenn man etwas größeres will, ist unbedingt Zeit mitzubringen, denn Buchsbaum wächst langsam. Wenn man Zeit sparen will, nimmt man schnell wachsende Buchsbaum Unterarten. Nachteil ist nur, dass nach Vollendung der Form, auch der Buchsbaum öfter geschnitten werden muss. Jeder muss also selbst entscheiden, was er will.

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